Donnerstag, 9. Dezember 2010

Grenze Kambodscha-Laos

Seit etwa einem Jahr gibt es in Norden von Kambodscha einen Grenzübergang nach Laos an dem man auch Visas on arrival bekommt. Ganz praktisch, dachten wir und buchten so ein Ticket direkt von Ban Lung in
Kambodscha nach Don Khon in Laos. Ist zwar schon nicht so abenteuerlich, wenn man das gleich so bucht aber bequemer - oder eben auch nicht...
Wir wurden von einem Minibus im Guesthouse abgeholt, da war dieser noch komfortabel leer (etwa 6 Personen). Aber wir ahnten schon, dass das nicht so bleiben wird. Und so sind wir dann auch über eine Stunde durch das Städtchen gekurvt und haben Leute, Waren und Hühner eingesammelt - zum Schluss 20 Personen und ein Güggel.
Danach ging die Fahrt über die Holperpiste nach Stung Treng, der letzte grosse Ort vor der Grenze. Da wir aber auch dort wieder endlos herum gefahren sind um die entsprechenden Dinge wieder ab zu laden, verpassten wir dann den Anschlussbus in Stung Treng. Ein Ticket hatten wir eigentlich auch nicht, da wir es gleich mit der Rechnung im Guesthouse bezahlt hatten. Aber da wir vor dem Partnerhotel von unserem abgeladen wurden war das nicht so tragisch. Uns wurde auch versichert, dass wir eventuelle schon um 13h weiter können oder sonst spätestens um 15h. Die Grenze schloss allerdings offiziell um 16h.
Aber wir hatten Glück um 13.45h kam ein Minibus und nahm uns mit. Zwar war auch der schon sehr beladen und wir quetschten uns zu zweit auf der Vordersitz aber immerhin kamen wir so früher zur Grenze. Natürlich
musste auch dieser Bus wieder an jedem kleinen Kiosk am Strassenrand anhalten und etwas ein- oder ausladen. Etwas nervös wurden wir, als er von der Hauptstrasse abbog auf eine Sandpiste, obwohl der Wegweiser zur Grenze in die andere Richtung zeigte. Der Fahrer machte dann aber Zeichen und Geräusche, die vermuten liessen, dass es irgendwann schon noch zur Grenze fahre. Und das tat er dann auch.
Die Grenze selbst bestand aus verschiedenen Holzbaraken und zwei Schlagbäumen im Abstand von 300m. Eben gleich wie all die Strassenkioske davor. Wir hatten schon ein bisschen Mühe sie ernst zu nehmen.
Überqueren mussten wir sie dann zu Fuss mit unserem Gepäck. Frohen Mutes marschierten wir auf der laotischen Seite auf den Schalter mit den Visas on Arrival zu, allerdings war da gar niemand. Und auch die anderen Schalter waren leer. Als wir uns umdrehten kam langsam ein Beamter angeschlurft und wies uns auf den zweiten Schalter (nicht den Visa Schalter). Wir versuchten im zu erklären, dass wir noch ein Visum bräuchten. Nach längerem hin und her stellte sich dann heraus, dass wir als Schweizer ohne Visum 15 Tage einreisen können. Dies ist einerseits sehr angenehm, da das Visum 48 SFr. kostet, andererseits auch blöde da
wir länger bleiben wollen. Sie meinten dann aber das wir das noch in der Hauptstadt regeln können.
Nachdem wir nun unsere Stempel hatten sahen wir uns nach unserem Bus um. Der war natürlich nicht mehr hier, anscheinend kam der nicht über die Grenze. Aber es stand schon ein anderer Minibus bereit. Eine Gruppe von Touristen musste über eine Stunde auf uns warten, damit wir mitfahren konnten. Und obwohl wir auf der ganzen Fahrt kein Ticket hatten klappte zum Schluss sogar das Boot zur Insel auch noch problemlos... das System hier ist zwar undurchschaubar aber es funktioniert.

Kommentare:

  1. Hi!

    Was für ein lustiger Bericht.

    Wir haben wirklich herzlichst gelacht und konnten irgendwie die ganzen absurden Situationen mitfühlen :-)

    Viel Spaß noch in Laos!

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  2. Hallo, Ihr zwei! Ich habe mich mal wieder auf den neuesten Stand gebracht, wo Euch Würstli Bürstli grade in der Weltgeschichte herumschleppt. Toll - Ihr seid in Laos. Ich bin immer noch am Überlegen, ob ich dieses Land in meiner Reise einbauen soll. Na, mal sehen...

    Bei der Gelegenheit wünsche ich Euch frohe Weihnachten, weiterhin gute Reise und einen guten Rutsch ins Jahr 2011!

    PS: Ich bin grade an einem neuen Internet-Projekt am Basteln - vielleicht wollt Ihr ja mal vorbeischauen: www.hostel-review.net

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